Von Probepacken bis Probebacken

Wir haben endlich einen Termin für die Abfahrt. Doch neben vielen letzten Vorbereitungen gehört auch Üben mit dazu. Was wir alles veranstalten, um für unsere Europatournee gewappnet zu sein, erfahrt ihr in diesem Blog-Beitrag.

Was hat uns die Pandemie geärgert und zeitlich zurückgeworfen. Die Grenzen waren geschlossen und Impftermine knapp. In der Zwischenzeit haben Dana und ich unsere neue Home Base in Baden-Württemberg bezogen und beraten wie es weitergeht. 

Nun ist es aber soweit. Die Inzidenz sinkt und wir genießen seit Juli vollen Impfschutz. Eines war uns nämlich schnell klar, wir wollen nicht ohne Impfschutz reisen.

Mit dem 05.07.2021 wird nun auch Norwegen seine Grenzen wieder öffnen. Sollte Deutschland dann grün eingestuft werden, steht unserer Einreise nur noch einiges an Autokilometern und eine Fährstrecke im Weg. Am 11.07.2021 starten wir auf dieses Abenteuer und können es kaum erwarten endlich unsere großen Träume im kleinen Trabi wahr werden zu lassen. 

Doch bevor es losgeht, galt und gilt es noch einiges vorzubereiten. Hier einmal ein Ausschnitt unserer To-Do-Liste:

  • Auslandskrankenversicherung abschließen (wir haben uns für die HanseMerkur entschieden)
  • Mango beim Tierarzt durchchecken lassen 
  • Ersatzradhalterung für den Dachträger fertigen lassen
  • Probepacken
  • Probebacken

Das ist nur ein kleiner Teil von noch vielen To-Dos. Sobald wir eines Abhaken können, fällt uns auch schon die nächste Sache ein. 

Für Mango ist diese Zeit leider sehr stressig. Sie merkt einmal mehr, dass wir immer irgendetwas packen oder erledigen. Wir versuchen den Stress wie immer niedrig zu halten, aber so ganz gelingt uns das leider nicht immer. 

Aufgrund plötzlicher Blasenschwäche mussten wir mit Mango auch noch früher zum Tierarzt als geplant. Vermutlich ist es nur das Alter und das Medikament wirkt blendend. Bei der Gelegenheit haben wir noch die notwendigen Impfungen eingeholt und die Einreisebedingungen geklärt. Dazu werden wir demnächst jedoch einen ganz eigenen Artikel verfassen.

Was wirklich fantastisch funktioniert hat ist das Fertigen einer Ersatzradhalterung für unseren Dachträger. Da unsere Reifen etwas schmaler sind, als die der heutigen neuen Autos, passten leider die käuflich zu erwerbenden nicht so recht. 

Wir haben also regional nach jemandem gesucht, der uns etwas anfertigen kann. Bei Metallbau Blechinger sind wir dann auf offene Ohren gestoßen. Dank Oldtimerbonus und natürlich unserer charmanten Art (😂) bekamen wir innerhalb nur einer Woche das Ersatzrad aufs Dach montiert. Mit Flügelmuttern leicht zu entnehmen, können wir im Handumdrehen unser Rad vom Dach abschrauben und genauso schnell auch wieder befestigen.

Danke an dieser Stelle noch einmal an die netten Mitarbeiter bei Metallbau Blechinger in Grießen!

Was bei einem Micro-Camper keines Falls fehlen darf ist das Probepacken! Unsere Packliste ist laaaaaaang und der Platz im Trabi begrenzt. Vermutlich werden wir nach wenigen Monaten schon kräftig aussortieren können, aber bis dahin muss alles mit – irgendwie.

Auf dem Dach verstauen wir unsere sperrigen Sachen:

  • Ersatzrad
  • Hunderampe
  • Zelt (für die Nächte, wo wir keine Lust haben im Trabi zu schlafen)
  • Tarp
  • Falttoilette
  • Toilettenhäuschen/Umkleidekabine/Dusche/trockenes Zwischenlager an regnerischen Tagen in Form eines kleinen Wurfzeltes

Wir haben eine zulässige Dachlast von 45 kg. Diese werden nicht zu 100% ausgeschöpft, aber wir sind mit ca. 43 kg schon sehr nah dran.

 

Also muss der Rest IM Auto verstaut werden. Auch dort müssen wir die maximale Zuladung natürlich beachten. 390 kg klingen erst einmal viel, aber allein mit Campingkonstruktion, Beifahrer, Hund und natürlich auch der Dachlast sind da schon einige Kilos reserviert. 

Schon seit der Idee mit dem Trabi die Welt zu erkunden, arbeiten wir auch an unserer Packliste. Wir haben zur Übersicht von jedem Teil (und sei es noch so leicht) das Gewicht ermittelt und uns notiert. Insgesamt kommen wir dabei auf ca. 309 kg Zuladung…

Wir hätten gern einen größeren Puffer gehabt, aber all die Dinge, die nun an Bord sind, brauchen wir (Stand jetzt) und wollen nicht so recht darauf verzichten. Wir werden aber auch noch einmal auf eine Auto-Waage fahren und prüfen, ob wir uns nicht vollkommen verkalkuliert haben. 

Lange Rede, kurzer Sinn: das alles musste nun ins Auto. Das Probepacken fand an einem sonnigen Vormittag statt. Mango hat es sich direkt auf der Decke bequem gemacht und wir haben uns ausgetobt. Ein paar kleine Diskussionen zu Sinn und Unsinn später war alles verstaut. 

Etwas stopfen hier, dann noch etwas umstapeln dort und schon war das Auto voll und nichts mehr an Gepäck übrig. Ein bisschen stolz sind wir schon, dass alles passt, aber wir werden wohl noch das ein oder andere Mal umräumen. Dinge die wir oft brauchen sollten leichter zugänglich sein, als Dinge, die wir einmal die Woche benötigen oder gar weniger. Der Alltag wird uns vor einige Herausforderungen stellen, aber wir haben dann ja Zeit uns diesen zu stellen. 

Nun haben wir das Probepacken gemeistert, da fehlt doch nur noch das Probebacken! Mit unserem Coleman 2-Flammen-Kocher und dem von allen Campern so sehr geliebten Omnia Ofen wollen wir uns immer wieder Brot backen, um vor allem Geld zu sparen. Die skandinavischen Länder sind für ihre höheren Preise bekannt und wir wollen daher etwas mehr selber machen. 

Kurzerhand wurde der Trabi im Garten geparkt, das Tarp aufgespannt und unsere Outdoorküche aufgebaut. Sie besteht aus Tisch, Stühlen und Kocher. Dazu noch eine Schüssel, ein paar Teller, Besteck, Zutaten fürs Backen bzw. Kochen und fertig ist unser kleines Kochparadies. 

Bei den Rezepten werden wir etwas experimentieren müssen. Der erste Versuch bestand aus Mehl, Trockenhefe, etwas Salz und Wasser. 

Das Vermengen fiel schwer und die Backzeit ist uns noch ein Rätsel….Sagen wir einmal so: Wir haben zum Glück noch Toast im Haus. 😂

Leider ist das Brot kaum genießbar. Vermutlich, weil die Hefe nicht richtig aktiviert wurde oder wir nicht ordentlich geknetet haben. Aber Versuch macht klug und daher wird es beim nächsten Mal hoffentlich schon ein bisschen besser funktionieren.

Habt ihr noch Tipps für ein besseres Ergebnis? Vielleicht sogar genießbar? Dann lasst es uns in den Kommentaren wissen!  

Dank Silikonbackform im Omnia war wenigstens der Abwasch schnell erledigt und alles wieder eingepackt. 

Wie ihr seht, läuft noch nicht alles nach Plan und auch noch nicht alles rund. Aber wir arbeiten uns Schritt für Schritt vor und sind fest davon überzeugt in einer Woche durchzustarten!

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Eine Antwort

  1. Ich finde es toll, wie ihr den Trabi fürs Camping nutzt. Ich backe auch selbst Brot.

    So wird es (meistens) etwas.

    2 Tassen Mehl
    1 Tasse handwarmes Wasser
    1/2 TL Trockenhefe
    1 TL Salz
    1 EL Öl

    Das Mehl erst mit der Trockenhefe und dem Salz vermischen, dann das Öl und anschließend das Wasser langsam hinzufügen. Die Menge Wasser ist je nach Mehl immer etwas unterschiedlich, manchmal nimmt das Mehl mehr Wasser auf, manchmal weniger. Es hängt auch von der Luftfeuchtigkeit ab.

    Ich rühre den Teig mit einem Holzlöffel so lange, bis sich eine schöne Teigkugel bildet und nichts mehr an den Wänden der Rührschüssel festklebt.

    Dann mindestens 2, besser viel länger die Schüssel mit einem Geschirrhandtuch zudecken und in warmer Umgebung gehen lassen. Der Teig sollte sich mindestens verdoppeln.

    Dann den Teig auf ein bemehltes Brett legen, in die gewünschte Brotform bringen und im Ofen backen. Ich weiß nicht, was bei Omina 200 Grad entspricht, das ist die Temperatur, die ich immer nehme.

    Gutes Gelingen!
    Christiane

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