„Hei Norge“: Unsere ersten Tage in Norwegen

Wir haben es geschafft! Wir sind endlich in Norwegen angekommen. Das einzige wirkliche Ziel unserer Reise haben wir also erreicht. Nun gilt es das Abenteuer zu genießen und sich neue Ziele zu stecken.

Und wie wir das Abenteuer bisher genießen! Erst 10 Tage hier und wir haben bereits so viel erlebt, dass es sich anfühlt, als wären wir schon mindestens einen Monat in unserem Traumland. Aber lest selbst…

Einreise

Dänemark lief im Schnelldurchlauf, denn am 05.08.21 fuhr unsere Fähre von Hirtshals nach Kristiansand. Wir waren mächtig aufgeregt, ob Mango die Fahrt gut übersteht und hatten Glück, dass die Sonne uns die ganzen 3,5 Stunden ins Gesicht schien. 

Die Einreise selbst war dank vollem Impfschutz schnell erledigt und eine SIM-Karte für den immer benötigten Internetzugang besorgt. Der Kurzaufenthalt in Kristiansand hat uns ein wenig überfordert, da sich so viele Menschen ohne Masken und Abstand durch die engen Einkaufsgassen drängten. Also ab in die Natur, dafür sind wir schließlich hier. 😉 

Schon während der Überfahrt fanden wir einen schönen Schlafplatz an einem kleinen Hafen in Søgne. Viele Fährfahrer steuern den Parkplatz gern für die erste Nacht an und so waren wir nicht allein. Aber das war uns egal, denn von Sekunde 1 waren wir überwältigt von der Schönheit Norwegens und waren froh an dem kleinen Strand einmal zur Ruhe zu kommen und alles Sacken zu lassen.

Erste Woche

Trotz einem US-Car-Treffen und ein paar „zu coolen“ Motorradfahrern konnten wir gut schlafen und wachten mit einem wundervollen ersten Sonnenaufgang auf. 

Hochmotiviert hieß es nun die Berge erklimmen, Schlafplätze finden und die Eindrücke aufsaugen. 

Wir versuchten unsere Etappen kurz zu halten, aber mussten feststellen, dass die angepeilten 150 km am Tag immer noch viel zu viel sind. In Sachen Entschleunigung müssen wir also noch dazulernen. 

Wo führte uns also die erste Woche hin? 

1. Tag: Ankunft und Schlafplatz am Hafen von Søgne.

2. Tag: Wir haben Sira besucht (ein Ort in Norwegen, welcher genauso heißt wie Danas beste Freundin) und fuhren dann zu unserem Schlafplatz in Moi an einem idyllischen kleinen See. Dort versuchten wir auch mal die Drohne steigen zu lassen, aber die Windböen waren uns dann doch etwas zu stark. 

3. Tag: Wir sind in einer Oldtimer-Rally gelandet und unsere angepeilte Strecke 3(!!!) Mal gefahren….nach Morgentoilette in Hauge ging es also mehrfach nach Helleren und Moi und wieder zurück (Über die Rally berichten wir auch noch etwas ausführlicher in einem separaten Blog-Beitrag). Als wir uns endlich befreit hatten, fanden wir einen Schlafplatz in Undheim. Leider wimmelte es dort von Mücken und wir versteckten uns hinter unserem Moskitonetz im Auto.

4. Tag: Von der Sonne wachgeküsst frühstückten wir an einem bei Einheimischen beliebten See in Bryne, welchen wir frisch gestärkt auch noch umrundeten. Dann zog es uns die Berge hoch. Um da hin zu kommen, mussten wir erst einmal 14,4 km am Stück(!!!) durch einen Tunnel bei Solbakk fahren. Da wird es einem schon etwas anders, wenn man weiß, dass über einem alles Wasser ist… 

Da Dana mit ihrem Sprunggelenk noch nicht fit genug für eine Wanderung zum Preikestolen ist, schliefen wir gegenüber auf dem Wanderparkplatz Skrøylå in . Die Anfahrt war spektakulär und für Eddie auf den steilen Schotterpisten Definitiv eine Herausforderung. Aber er hat sie gemeistert! Der Regen vermieste uns leider ein wenig die Aussicht, aber die kurzen Schauer waren noch gut auszuhalten. 

5. Tag: Das schlechte Wetter vertrieb uns ein wenig aus der Höhe und wir versuchten unser Glück wieder im Tal. Entlang der Straße 45 fanden wir einen wundervollen Spot bei Øvstabø direkt am Bach. Das Wasser des Bachs plätscherte und leider auch der Regen, welcher in Schüben immer wieder über die imposanten, felsigen Berge drückte. Wir vergruben uns also wieder im Auto, aßen kalte Hot Dogs und schauten Netflix. Der Spot hätte wirklich besseres Wetter verdient (und wir auch, finden wir), aber so ist das Wetter in Norwegen…

6. Tag: Eine kurze Regenpause motivierte uns zum Aufbruch, denn die Wetteraussicht war nicht so berauschend (wenn man die dicken, dunklen Wolken richtig deutete). Also wieder ab auf die Straße 45 und den nächsten Spot finden.

So der Plan….aber Dana dachte, dass ich wohl mal duschen müsste und lies all das Wasser von unserer Plane einmal direkt über mich und am in den Kofferraum schütten…autsch. Die Laune war nicht so toll, vor allem, weil wir nun den ganzen Kofferraum ausräumen und trocknen mussten. Von mir einmal ganz abgesehen…nach einer weiteren Stunde Verzögerung ging es aber endlich los.

Am Indre Flogvatn fanden wir ein sonniges Fleckchen und entschieden spontan unsere ganzen Sachen und Handtücher nach dem morgendlichen Vorfall trockenen zu lassen. Die Powerbank konnten wir bei der Gelegenheit ebenfalls aufladen und unser Launebarometer stieg wieder. 😉 

Da wir nicht schon wieder direkt an der Straße schlafen wollten, brachen wir aber irgendwann auf und fanden schlussendlich einen Spot bei Bykle am Bykil. Leider war der Schlafplatz direkt am Wasser schon von anderen Campern besetzt, aber etwas erhöht gab es auch noch einen Parkplatz den wir uns am Ende mit einer Gruppe junger Berliner teilten. 

7. Tag: Wir waren müde und hatten keine Lust weiterzufahren. Wir hatten endlich einen windstillen Platz, der ruhig (bis auf die Berliner) und idyllisch war. Also blieben wir einfach. Warum eigentlich nicht? Wir haben nirgendwo zu sein, wir können tun und lassen was wir wollen. 😉 

2. Woche

8. Tag: Auch wenn die 5 Berliner auf ihre Art rücksichtsvoll waren, so wollten wir wieder etwas mal Privatsphäre und packten zusammen. Ein schöner, sonniger Morgenspaziergang (Mango hatte echt gute Laune, das mussten wir nutzen) sollte unseren Abschied von dem wirklich schönen Platz bedeuten und weiter ging es zu unserem nun neu auserkorenen Ziel: Bergen. Wir wollen ein wenig die Fjorde und Inseln entlang, also bietet es sich an Bergen anzusteuern. 

Entlang der Straße 9 und E134  begaben wir uns wieder in befahreneres Gebiet. Tunnelarbeiten machten es leider unmöglich an einer Umfahrung des Tunnels zu nächtigen. Also weiter zur nächsten Möglichkeit…am Haukelivegen sollte es schöne Stellplätze geben und zudem kann man dort wohl schön wandern. Doch davon haben wohl sehr viele Touristen gehört, denn hier war alles voll. Schade eigentlich, denn es war wirklich schön dort. 

Bevor wir unseren letzten Versuch ansteuern konnten trafen wir dann noch auf Heinz und Edith! Die beiden Norwegenliebhaber passten uns ab und wir kamen ins Gespräch. Vielen Dank nochmal an euch Beide für die nette Bekanntschaft! 

Schlussendlich verschlug es uns auf ca. 1000m Höhe an die Talsperre Votna. Auch hier waren viele der empfohlenen Plätze bereits vergeben, aber unsere Wahl fiel dann auf einen kleinen Rasenplatz mit eigenem kleinen Teich. Wir waren etwas sichtgeschützt und damit wieder etwas für uns.

Die Sonne kam immer wieder durch, es bildeten sich aber auch dramatische Wolkenformationen. Tolles Fotomaterial. 😉 

Der Wettergott meinte es leider aber wieder nicht gut mit uns und es fing abends an zu regnen…

9. Tag: Wir blieben an der Talsperre, denn es regnete immer noch. Es war kalt, nass und Mango hatte Bauchschmerzen. Also wollten wir es aussitzen, aber das fiel auf so kleinem Raum dann doch etwas schwer. Der Wind frischte auf, das Tarp half wenig gegen die beißende Kälte und die Laune fiel wieder. 

10. Tag: Wir haben keine Lust mehr. Mango hängt durch, wir sind durchgefroren und der Regen nervt. Der Wetterbericht sagt, dass es noch ein paar Tage so bleiben soll. Niemand zwingt uns im Auto zu schlafen, als nahmen wir unser Herz in die Hand (oder besser unsere Geldkarte) und buchten uns eine kleine Ferienwohnung in Røldal für den Rest des Wochenendes! 

Das war definitiv die beste Entscheidung! Uns ist endlich wieder warm und unsere Sachen trocken. 😉 Wir werden wohl noch ein paar Anpassungen an unserem Auto oder an der Ausstattung rundum das Auto vornehmen müssen, denn der Herbst wird schnell Einzug halten und die Temperaturen wohl nicht mehr steigen…

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